4. Januar 2012

In Wahrheit wird viel mehr gelogen von Kerstin Gier

Posted in Rezensionen um 09:14 von buechernanny

Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen Nummer zweihundertdreiundvierzig- helfen ihr bei einem Neuanfang …

Er ist doppelt so alt wie sie, der Vater ihres Ex-Freundes und vor fünf Wochen verstorben. Als Carolin ihren Ehemann verliert, schwebt sie wie in Trance. Doch als sich die gehässige Familie mit dreisten Mitteln an ihr zustehendes Erbe macht, erwacht Carolin aus ihrer Starre. Kann ja keiner ahnen, dass Carolin mehrere abgeschlossene Studiengänge vorzuweisen hat und auch noch sehr gut Mandoline spielen kann …

Dieses Buch knüpft an die Mütter-Mafia-Reihe an, die ich leider noch nicht gelesen habe, aber es doch bald auf jeden Fall werde. Eine sehr amüsante Lektüre für zwischendurch! Ist es denn wirkich schlimm einen Ehemann zu haben, der um das doppelte älter ist als man selbst? Ich finde nicht!

Carolin ist ein echter Überflieger – wie sehr habe ich mir doch während des Lesens gewünscht auch so schnell Kopfrechnen zu können wie sie. Ihr Ehemann kann es – im Gegensatz zu seinem Sohn – mit Carolin aufnehmen und hat keine Angst vor ihrem hohen IQ. Oder vielleicht doch? Ihr besteht ein Erbe bevor, von dem sie gar nichts wusste, denn ihr Karl hatte so einige Geldquellen. Während jeder in der Familie darüber empört ist, dass Karl sein Erbe Carolin gegenüber verschwiegen hat, nimmt Carolin selbst es total gelassen. Die Trauer über den Tod ihres geliebten Mannes kommt an erster Stelle. Zwischendurch gibt es Rückblenden, die vom Kennenlernen des Ehepaares handelt. Die Liebe zwischen den beiden scheint echt zu sein, es klingt romantisch und auf keinen Fall kitschig. Carolin war mir von Anfang an sehr symphatisch. Sie ist überdurchschnittlich begabt, macht aber keinen Hehl draus. Zudem ist sie herrlich sarkastisch und einfach nur zum gern haben. Sehr haben mir die Zitate und Sprüche gefallen, die an jedem Kapitelanfang stehen und von Carolin kommentiert werden.

Ein schöner Frauenroman von unserer lieben Kerstin Gier, auf ihre Lesungen ich immer wieder gerne gehe.

♥♥♥♥ (4/5)

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