20. Dezember 2011

Sehen wir uns morgen? von Alice Kuipers

Posted in Rezensionen um 23:16 von buechernanny

Die fünfzehnjährige Claire und ihre Mutter leben allein zusammen. Sie sehen sich nur unregelmäßig, da die Mutter als Ärztin in einer Geburtsklinik arbeitet – und Neugeborene halten sich nun mal nicht an feste Arbeitszeiten. Oft ist sie schon aus dem Haus, wenn Claire aufsteht, oder noch nicht zurück, wenn Claire zu ihrem Vater oder einer Freundin zum Übernachten geht. Dann hängen sie sich gegenseitig Nachrichten an die Kühlschranktür, Einkaufslisten, Taschengelderinnerungen, kleine Berichte aus ihrem Alltag.
Doch eines Tages muss Claires Mom, die Ärztin, selbst zum Arzt. Was sie dort erfährt, verändert ihr Leben. Und Mutter und Tochter müssen auf den kleinen Zetteln auf einmal so viel mehr unterbringen als bisher …

Der Gedankenaustausch zwischen Claire und ihrer Mutter findet auf kleinen Zettelchen am Kühlschrank statt… Doch als eines Tages bei Claires Mutter eine schlimme Krankheit diagnostiziert wird, scheint der Platz für Gedanken und Gefühle auf den Zettelchen nicht mehr auszureichen.

Ich habe in letzter Zeit sehr viele Fantasy-Romane gelesen, somit war dieses Buch fast wie ein Schlag ins Gesicht für mich. So ergreifend und realitätsnah, dass es schon fast Angst macht, da sich das Leben von heute auf morgen um 360° drehen kann.

Wie ist es wohl für eine 15-Jährige mit anzusehen, wie die Mutter mit einer Diagnose umgeht, die beider Leben verändert? Es wird klar, dass Claire schnell erwachsen werden und mehr Verantwortung übernehmen muss, als man in diesen jungen Jahren eigentlich sollte und trotzdem das Leben weiter zu leben wie zuvor. Durch das Schreiben, kommen Mutter und Tochter sich näher und können ihren Gefühlen und Ängsten freien lauf lassen. Die Hoffnung ist es, die beide nicht verrückt werden lässt und um so bitter war es für mich, mit anzusehen, wie diese sich leider nicht ganz erfüllt.

Dieser Roman hat mir nochmal deutlich gemacht, dass die Zeitspanne zwischen Leben und Tod ein Überlebenskampf ist, von dem man nicht wissen kann ob man ihn gewinnt oder verliert. Doch mit Menschen, die man liebt, ist diese Unwissenheit mehr als ertragbar.

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2 Kommentare »

  1. Ein wirklich ergreifendes Buch, ich habe so geweint zum Schluss. 😦

  2. buechernanny said,

    Das stimmt, das Ende hat mich auch sehr mitgenommen. 😦


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